Wanderwege
Höhepunkte des Jahres
Gemäss kantonalem Mobilitätsgesetz dienen Wanderwege der Erholung und sollen schöne Landschaften sowie touristische Einrichtungen erschliessen. Dank des attraktiven Angebots rund ums Wandern und Spazieren wird ein wichtiger Beitrag an die nachhaltige Entwicklung des Kantons geboten. Als konkrete Beispiele dienen 2025 etwa der Ausbau des bestehenden Wanderwegs, der als Rückgrat für die neuen Rutschbahnen in Charmey eine ökonomische Basis für lokale Unternehmen liefert, sowie die sanierte Passerelle in Cheyres-Châbles, die Erholungssuchende durch die sensible Uferlandschaft führt und damit Naturwerte schützt. Mit 2300 Stunden geleisteter Arbeit von unseren 40 ehrenamtlichen Mitarbeitenden nimmt der FTV auch seine gesellschaftliche Verantwortung wahr.
Kantonales Netz und Kennzahlen
Wandern
- 1834 km Wanderwege
- 1599 km (87%) Wanderwege – gelbe Wegweiser
- 223 km (12%) Bergwanderwege – weiss-rot-weisse Wegweiser
- 12 km (1%) Alpinwanderwege – weiss-blau-weisse Wegweiser
- 1149 km (63%) mit Naturbelag
- 685 km (37%) mit Hartbelag
Winterwandern
- 130 km Schneeschuhwanderwege (Best-of-Angebot/SchweizMobil)
- 12 km Winterwanderwege (Best-of-Angebot/SchweizMobil)
Zusammenarbeit und Partnerschaften
Zentrales Element für eine gute Wanderweginfrastruktur ist die Zusammenarbeit zwischen Kanton, Gemeinden, verschiedenen Interessengruppen sowie dem Freiburger Tourismusverband (FTV). Ein direkter Kontakt unter den Beteiligten hilft rasch Lösungen zu finden, falls Probleme auftauchen. Als Beispiel dient hier die Koordination der Thematik Herdenschutzhunde und Tourismus. Je nach Futterangebot und in Abhängigkeit des Wetters müssen der Beweidungssektor sehr kurzfristig angepasst, Informationstafeln gesetzt, gegebenenfalls Zäune gespannt oder sogar Wanderwege gesperrt werden. Gemeinsam erarbeitete Bewirtschaftungskonzepte und Kommunikationsmassnahmen helfen, die Situation im Terrain rasch zu verbessern.
Signalisation
Das Wanderwegnetz wird mindestens einmal jährlich kontrolliert. Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden reinigen dabei die Wegweiser, wechseln beschädigte aus, malen frische Rhomben und melden Schäden an die für die Infrastruktur verantwortlichen Gemeinden. Sperrungen von Wanderwegen aufgrund von Holzschlag, Naturgefahren oder Bauprojekten werden im Gelände signalisiert und auf elektronischen Plattformen kommuniziert. Damit leistet der FTV seinen Beitrag an die Sicherheit der Erholungssuchenden. Die Eigenverantwortung bleibt jedoch zentral. Eine vorausschauende Planung des Ausflugs, geeignete Ausrüstung sowie der Blick aufs Wetter und die eigene Fitness führen zu unbeschwerten Naturerlebnissen.
Arbeitsgruppen und Stellungnahmen
Der rege Austausch mit diversen Interessengruppen fand auch 2025 in regelmässig stattfindenden oder bei Bedarf einberufenen Treffen statt. Als Beispiele dienen:
- Mitarbeit Stellungnahme zur Planung der ökologischen Infrastruktur anlässlich der Kommission für Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz.
- Begehung im Jaunbachtal mit Landwirten und dem Amt für Landwirtschaft auf der Suche nach einem neuen attraktiven Wanderpfad als Ersatz für den Einbau von Hartbelag auf einer Alpstrasse.
- Projekt zur Wiederherstellung eines aufgrund eines Hangrutsches unterbrochenen historischen Weges am Ufer des Neuenburgersees mit den zuständigen Personen der Gemeinde, des Forstreviers und des Naturschutzvereins.
Auch 2025 konnte der FTV neben dem Kanton und den Gemeinden wieder auf die Unterstützung des Bundesamts für Strassen ASTRA, swisstopo, des Zivilschutzes, des Dachverbandes Schweizer Wanderwege, der Stiftung SchweizMobil sowie des Vereins Fribourg Rando zählen. Der regelmässige Austausch mit diesen Organisationen hilft dem FTV, die Qualität der Weginfrastruktur und des Wanderangebotes zu optimieren.
Schweizer Wanderwege
Der Dachverband Schweizer Wanderwege unterstützt die kantonalen Verbände, darunter auch den FTV, bei Massnahmen rund ums Wandern. Im Auftrag der Kantonalen Wanderweg-Fachorganisationen (WW-FO) akquirieren und betreuen die Schweizer Wanderwege Gönnerinnen und nationale Sponsoren. Dies erfolgt über ein zentrales Fundraising. Damit werden Aufgaben der Schweizer Wanderwege finanziert und diejenigen der kantonalen WW-FO unterstützt. Die kantonalen WW-FO erhalten einen einheitlichen Sockelbetrag und einen variablen Beitrag, welcher sich nach der Einwohnerzahl und Länge des Wanderwegnetzes berechnet. Die Anteile werden zur Förderung eines attraktiven, sicheren und einheitlich signalisierten Wanderwegnetzes sowie zur Förderung des Wanderns verwendet. 2025 betrug der FTV-Anteil am zentralen Fundraising Schweizer Wanderwege 111’667 Franken.