MTB und Freizeitvelo
Höhepunkte des Jahres
Die langjährige Überarbeitung des kantonalen Mountainbike-Netzes wurde im Hinblick auf dessen offizielle Anerkennung abgeschlossen. Ursprünglich umfasste das Freiburger Netz rund 5000 Kilometer häufig genutzter Mountainbike-Routen. Nach einer internen Konsultationsphase konnten weniger als 1800 Kilometer zur offiziellen Anerkennung eingereicht werden.
Dieses Ergebnis ist auf eine umfassende Bereinigung des Netzes zurückzuführen, bei der sämtliche Routenüberlagerungen entfernt wurden. Gleichzeitig wurden die umweltbezogenen Rahmenbedingungen sowie die Interessen aller Nutzenden berücksichtigt. Das vorgeschlagene Netz ist somit attraktiv und erfüllt die Nachhaltigkeitskriterien im gesamten Kantonsgebiet. Diese Arbeiten konnten dank der engen Zusammenarbeit mit dem Amt für Mobilität (MobA), der fachlichen Unterstützung von SchweizMobil sowie dem wertvollen Beitrag der Mitglieder des Projektausschusses erfolgreich umgesetzt werden.
Kantonales Netz und Kennzahlen
- 1500 bis 1700 km Mountainbike-Routen zur offiziellen Anerkennung eingereicht
- 350 km anerkannte und signalisierte Mountainbike-Routen (im eingereichten Netz enthalten)
- 17 spezifische Mountainbike-Anlagen (Pumptrack, Skillspark, Flowtrail, Downhill)
- 650 km anerkannte und signalisierte Freizeitvelo-Routen
Sensibilisierung und Kampagne für ein harmonisches Zusammenleben
Die Sensibilisierung der Nutzenden stellt einen wesentlichen Bestandteil der Arbeit dar. Sie wurde durch eine neue Kampagne verstärkt, die den Schwerpunkt auf das respektvolle Miteinander der verschiedenen Nutzergruppen legt und im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft finanziert wurde. Zu diesem Zweck wurden 5000 Veloklingeln kostenlos abgegeben und über verschiedene Akteurinnen und Akteure verteilt: in 18 Partner-Velogeschäften im Kanton Freiburg, durch die Beschilderungsteams des Freiburger Tourismusverbandes (FTV), die MTB-Clubs des Kantons sowie im Rahmen von Veranstaltungen unter der Federführung von Pro Velo Freiburg, Fribourg Freiburg Cycling oder dem Regionalen Naturpark Gruyère Pays-d’Enhaut. Diese zahlreichen Partnerorganisationen trugen massgeblich zum Erfolg der Kampagne bei.
Im Berichtsjahr verzeichneten die Mountainbike-Infrastrukturen eine erfreuliche Entwicklung mit der Realisierung einer dritten Strecke auf dem Moléson, eines Flowtrails in Schwarzsee sowie eines Pumptracks in Broc. Diese Anlagen, die das Ergebnis umfangreicher Anstrengungen im Rahmen des Ausbaus «Bike-Friendly»-orientierter Infrastrukturen sind, zeigen erste positive wirtschaftliche Auswirkungen für die touristischen Betriebe des Kantons.
Infrastruktur und Entwicklung
Im Jahr 2025 erlebte der Velotourismus einen starken Aufschwung. In enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Mobilität (MobA) wurde eine vertiefte Analyse der Zweckmässigkeit des gesamten SchweizMobil-Netzes «Veloland Schweiz» durchgeführt. Diese Arbeiten ermöglichten eine Optimierung des bestehenden Netzes sowie die Prüfung neuer Routen mit Ausgangspunkt in den Kantonshauptorten. Die vorgesehenen «lokalen» Strecken ergänzen das bestehende Netz regionaler und nationaler Routen und schaffen zusätzliche wohnortnahe Freizeitangebote, insbesondere für Familien und weniger erfahrene Velofahrende.
Zusammenarbeit und Partnerschaften
Die Projekte im Bereich Mountainbike- und Freizeitvelonetze sind das Ergebnis einer engen und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen dem FTV und dem MobA. Die Entwicklung attraktiver Netze, welche die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung berücksichtigen und gleichzeitig das touristische Entwicklungspotenzial des Kantons stärken, ist anspruchsvoll. Dazu sind die gesetzlichen Vorgaben des Mobilitätsgesetzes (MobG) zu berücksichtigen. Diese komplexen Rahmenbedingungen erfordern eine kontinuierliche Abstimmung zwischen den beteiligten Akteurinnen und Akteuren. Die fachliche Unterstützung durch Mobilitätsexpertinnen und -experten wie SchweizMobil oder Allegra Tourismus ist dabei zentral und trägt zur qualitativ hochwertigen Weiterentwicklung des Freizeitvelonetzes bei.
Arbeitsgruppen
Das Projektkomitee (COPRO) Bike-In FR25 setzte seine kontinuierliche Arbeit zur Weiterentwicklung dieses ambitionierten kantonalen MTB-Netzprojekts fort. Seit 2022 aktiv, wird das COPRO seit 2025 durch einen neu eingesetzten Steuerungsausschuss (COPIL) unterstützt, der die Grundlagen für die offizielle Anerkennung des kantonalen MTB-Netzes vorbereitet. Der COPIL wird von den beiden Staatsräten Jean-François Steiert und Didier Castella gemeinsam präsidiert und setzt sich aus sämtlichen für die Anerkennung des kantonalen MTB-Netzes relevanten Institutionen zusammen. Der Vorstand des Vereins «Fribourg Bike Friendly» unter dem Präsidium von Pierre-Alain Morard koordiniert die Promotion von Dienstleistungen und Infrastrukturen zugunsten von Gemeinden und touristischen Betrieben mit dem Ziel, eine zahlungskräftige Kundschaft anzusprechen. Die Arbeitsgruppe Velotourismus setzt sich aus dem FTV, dem Amt für Mobilität (MobA), dem Tiefbauamt (TBA) sowie SchweizMobil zusammen und wird vom auf Mobilität spezialisierten Büro Geografe Sàrl fachlich unterstützt.
Zweite Austragung der Bike Revolution Gruyères
Die Bike Revolution Gruyères, die sich als bedeutende Veranstaltung im Mountainbike-Sport etabliert hat, war auch bei ihrer zweiten Austragung im Juni 2025 in der mittelalterlichen Stadt Gruyères ein grosser Erfolg.
Über 350 Teilnehmende aus der ganzen Schweiz beteiligten sich an der kulinarischen Velotour, und mehr als 400 Athletinnen und Athleten nahmen an den Cross-Country-Olympic-Rennen (XCO) teil. Dies stellt einen Teilnahmerekord innerhalb dieser nationalen Mountainbike-Rennserie dar. Weitere Veranstaltungen wie die «Coupe fribourgeoise VTT» mit ihren sechs Rennen, die slowUp-Anlässe in Murten und im Broyebezirk sowie die Durchfahrt der «Tour de Romandie» und der «Tour de Suisse» trugen dazu bei, den Kanton Freiburg im Velosport sichtbar zu positionieren und ein breites Publikum zu erreichen.